Focusing

… beginnt damit, dass wir uns Freiraum schaffen für eine achtsame, wohlwollende Grundhaltung dem eigenen inneren Erleben gegenüber.

Nehmen wir dieses – vielleicht zunächst unklare – körperliche Erleben bewusst, wohlwollend und ein wenig neugierig wahr, kann uns die augenblickliche Situation überraschende Bedeutungen zeigen und neue Wahrnehmungsräume eröffnen.

Es entstehen dann frische Bewegungs- oder Handlungsimpulse, die oft zu einer größeren inneren Klarheit führen, bisweilen zu einer Art Aha-Erlebnis. Focusing hilft uns dabei, aufmerksam und achtsam im Jetzt zu sein.

Focusing wurde in den 1960er Jahren von dem Philosophen und Psychotherapeuten Eugene T. Gendlin (1926-2017) begründet und von ihm und seinen Schülern bis heute weiter entwickelt. Focusing hat seine Wurzeln in der humanistischen Philosophie und Psychologie.

Ein zentrales Element der Methode ist der von Gendlin beschriebene und erforschte „Felt Sense“ – zu deutsch etwa: die „körperlich spürbare Bedeutung“ – eine Form von „Bauchgefühl“ oder eine Art inneren Wissens.
Der Felt Sense wird auch in später entwickelten, dem Focusing verwandten, achtsamen Methoden genutzt – z.B. in Peter Levines Methode zur Trauma-Lösung: „Somatic Experiencing“ und auch in Systemischen Aufstellungen.

Gene Gendlin, der Begründer des Focusing, ist am 1. Mai 2017 90-jährig in New York gestorben.
In Memoriam (deutsch)
In Memoriam (englisch)

Focusing-Anwendung

  • für die Gesundheit (Stressverwandlung, körperliches Wohlfühlen)
  • als Präventionsangebot für Körper, Seele, Geist
  • zur sprachlichen Begleitung von Körper-Prozessen
  • in Beratung, Coaching und Supervision
  • zur Schmerzbewältigung und in der Trauma-Lösung (Somatic Experiencing)
  • in der spirituellen Praxis (Meditation, Seelsorge)
  • für innere Klarheit und stimmige Ausrichtung
  • für kreatives Denken und in der künstlerischen Arbeit
  • für lebendige, authentische Beziehungen
  • für wahrhaftige, klare Kommunikation
  • zur Planung und Entscheidungsfindung

Info-Blatt zu Focusing (PDF, 32kb)

Meine Fachartikel zur Focusing-Methode:

Zertifizierung
Im Juli 2013 wurde ich als Focusing-Therapeutin (DAF) anerkannt – aufgrund meines Studiums von 1020 Unterrichtsstunden Weiterbildung, Supervision und Selbsterfahrung.
Meine Focusing-Angebote dienen der Unterstützung des Lebendigen und Gesunden. Sie können psychotherapeutische oder ärztliche Behandlungen wunderbar ergänzen, allerdings nicht ersetzen.